Wir verbrachten zweieinhalb Tage in Wellington, doch das Angebot an Sehenswertem ist weitaus größer als das es in zwei Tage gepackt werden könnte. Wir pickten uns also für uns interessante Dinge heraus und kombinierten sie so zu einem abwechslungsreichen Tagesprogramm.
Am Morgen nach unserem Frühstück fuhren wir auf die höchste Erhebung in Wellington, den Mount Victoria. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick über die Hafenanlagen und die Stadt. Am Nachmittag des Vortages hatten wir von der Möglichkeit gehört, eine kostenlose Führung im Parlament zu bekommen. Diese buchten wir ganz spontan für den darauffolgenden Tag um 10Uhr. Die Führung ging eine Stunde und man wurde durch die verschiedenen Räumlichkeiten des BeeHive, wie das Parlament hier liebevoll genannt wird, geführt. Vom Plenarsaal, über einen extra Maoriraum bis zum Keller, in dem der Erdbebenschutz für das gesamte Gebäude installiert ist, war praktisch alles dabei!
Danach fuhren wir etwas raus aus der Stadtmitte in einen Außenbezirk Wellingtons. Dort hatten wir für 15 Uhr eine Führung bei den bekannten Requisitenbauern WETA Caves. Angefangen hat alles mit einem Puppenbauerehepaar. Als Peter Jackson anfing Herr der Ringe zu verfilmen, hat diese Firma einen Großteil der Requisiten, Masken, Helme, Schwerte, etc. hergestellt. In der einstündigen Tour war es spannend zu sehen wie unecht echt wirkende Gegenstände sein können und mit welchen Methoden und Techniken Masken etc. entstehen. Leider war es während der Führung verboten Fotos von den ausgestellten Modellen und Masken zu machen, da vieles dort nicht der Firma selbst sondern Hollywood Studios gehört. Nach so viel Figuren, Masken und Schwertern zog es uns raus in die Natur, so dass wir mit der Cable Car zum Botanischen Garten hochfuhren und dann durch diesen hindurch wieder nach unten zum Stadtzentrum liefen. Im botanischen Garten gab es verschiedene Themenfelder und die dazugehörigen Pflanzen und Blumen. Zum Abschluss des Tages ging es zum Sonnenuntergang nochmals auf den Mount Victoria. Dort kochten wir auch Spargel (ja, hier ist gerade Spargelsaison ;-)) und Kartoffeln und aßen diese mit Sourcreme – lecker.
Am nächsten Morgen fuhren wir wieder ein Stück aus Wellington hinaus an die Küste zu den Red Rocks. Es war ein schöner Spaziergang entlang der Küste zu mehreren schroffen Felsen im Wasser, die von einem früheren Vulkanausbruch stammen und durch Oxidation des darin enthaltenen Eisens in der Sonne rot sind. Am Strand gab es noch ein paar Muscheln mit Perlmutt, von denen wir ein paar als Souvenir gesammelt haben. Nach dem Mittagessen und einem kleinen Mittagsschlaf sind wir wieder zurück in die Stadt zum Freedomcampingplatz am Hafen. Dort haben wir für den Abel Tasman Nationalpark vorbereitet, bevor es zum Abendessen Lachs mit Reis und Soße gab. Der nächste Tag war wieder ein Reisetag. Mit der Fähre ging es in ca. 4 h von Wellington nach Picton auf der Südinsel. Von dort fuhren wir weiter bis nach Marahau, dem Eingang zum Abel Tasman Nationalpark und übernachteten dort auf einem Campingplatz, wo wir die Rucksäcke (einen großen 60l-Rucksack und einen Tagesrucksack mit 30l) gepackt haben.