Am nächsten Morgen haben wir dann zum Glück in mehreren Quellen gelesen, dass die SH6 nach Süden wieder befahrbar ist :-). So sind wir nach dem Frühstück Richtung Gletscher losgefahren. Die Straße war auch bis auf wenige Stellen sehr gut befahrbar, lediglich an ein paar Orten war ein Fahrstreifen wegen Unterspülung oder umgestürzten Bäumen gesperrt. Die Auswirkungen des Regens waren aber noch gut sichtbar. Gegen Mittag erreichten wir die Pancakerocks bei strahlendem Sonnenschein. Die Felsen haben ihren Namen daher, dass das Gestein in Schichten „gestapelt“ ist, wie ein Teller voller Pfannkuchen. Außerdem werden die Felsen von der Brandung um- und unterspült, so dass man beeindruckend die Kraft des Wassers sehen kann, wenn es zwischen die Felsen nach oben spritzt. Von dort versuchten wir dann auch, für den nächsten Tag einen HeliHike am Franz Josef Gletscher zu buchen, nachdem wir die Wettervorhersage gelesen hatten. Die Aussichten waren morgens ganz gut und wurden dann immer wolkiger. Leider waren am Franz Josef Gletscher schon alle Touren morgens ausgebucht, so dass wir auf den Foxgletscher wenige Kilometer entfernt ausweichen mussten. Aber dort konnten wir zum Glück noch eine Tour für 10.50 Uhr am nächsten Tag ergattern. Am Campingplatz beim Foxgletscher haben wir dann noch unsere Wäsche gewaschen. Nachdem Marin herausfand, dass es im Wald nebenan Glowworms gibt, machten wir nach dem Abendessen noch einen kurzen Spaziergang durch den Wald. Und wir mussten nur wenige Meter gehen, da leuchtete es schon das erste Mal entlang des Weges in den Bäumen. Die Glühwürmchen sind echt beeindruckend und die Fäden, die sie ziehen, sehr filigran. Durch den Wald führte ein kleiner Rundweg und entlang des Weges gab es zahlreiche Glühwürmchen zu bestaunen. Dabei sind auch ein paar schöne Fotos entstanden.
Tags darauf sind wir bereits um 7.30 Uhr aufgestanden, da wir versuchen wollten, noch eine der beiden früheren HeliHikes zu bekommen. Leider sind aber bei beiden Touren alle Teilnehmer auch aufgetaucht. So hatten wir noch Zeit bei Tageslicht durch den echt schönen und urigen Wald mit den Glühwürmchen zu laufen. Zwischendurch haben wir immer mal wieder gebangt, ob unser Helikopter auch wirklich loslegt, da immer mehr Wolken an den Bergen hängen geblieben sind. Um 10.50 Uhr haben wir pünktlich für unseren Helikopterflug eingecheckt, nach den Sicherheitshinweisen haben wir dann noch steigeisenfeste Wanderstiefel bekommen (die Mitarbeiter mussten dem ein oder anderen Asiaten beim Schuhe binden helfen!) und dann ging es mit dem Bussle zum Flugplatz. Zum Glück waren wir mit einem anderen Paar aus Deutschland sowie zwei Mädels aus Holland im Helikopter und konnten den Flug auf den Gletscher genießen. Auf dem Gletscher angekommen bekamen wir Steigeisen und schon konnte es übers Eis losgehen. Der Gletscher bewegt sich bis zu 5 m am Tag und hat einige Höhlen, Spalten etc., die wir auf unserer Tour bewundern konnten. Das Wasser in den Gletscherbächen ist bestes Trinkwasser (natürlich ziemlich kalt) und schmeckt sehr gut, ohne Mineralien und Kalk. Nach 3 Stunden auf dem Eis wurden wir leider schon wieder vom Heli abgeholt und es ging zurück zum Startpunkt. Gegen 15.30 Uhr sind wir mit dem Camper Richtung Wanaka weitergefahren. Auf dem Weg haben wir ein paar Zwischenstops an zwei Wasserfällen, einer Lachsfarm (dort haben wir natürlich auch einen Lachs erstanden) und den Blue Pools. Mit wenig Benzin im Tank (die Reserveleuchte hat schon geleuchtet) haben wir glücklicherweise Wanaka gegen 20.30 Uhr erreicht und nach einem schnellen Einkauf am Campingplatz eingecheckt.
Am nächsten Morgen sind wir um 7.30 Uhr bei bewölktem Himmel aufgewacht und frühstückten erst mal gemütlich. Um 10 Uhr ging es dann los zum Parkplatz am Roys Peak, einer der beliebtesten Wanderungen in Wanaka. Am Parkplatz angekommen, hieß es rund 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Für 14 Uhr war besseres Wetter vorausgesagt, daher hatten wir einen späteren Start ins Auge gefasst. Beim Aufstieg war das Wetter recht wechselhaft, Sonne, Wind und ein paar Regenschauer wechselten sich ab. Oben, an einem der berühmtesten Fotospots Wanakas kam dann leider Nieselregen auf. Wir ließen uns die gute Laune nicht verderben und aßen erst mal unser Vesper. Als wir uns dann in die Schlange fürs Foto anstellten regnete es leider und es blies ein kräftiger Wind. Das hielt ein Mädchen aber nicht davon ab, oben ohne fürs Foto zu posieren. Und der Asiate vor uns hatte in kurzer Hose und T-Shirt doch merklich Gänsehaut… Als wir an der Reihe waren, machten wir schnell ein paar Fotos im Regen. Der Himmel sah auch nicht danach aus, dass es in Kürze besser werden sollte. Doch wir waren kaum 15 Minuten wieder Richtung Tal unterwegs, da war der Gipfel plötzlich wieder in der Sonne. Doch wir entschieden uns dagegen, nur wegen einem Bild nochmals hochzulaufen. Der Abstieg zog sich ganz schön in die Länge und am Ende konnten wir unsere Muskeln und Knie spüren. Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir noch an der Waterfall Creek Bay eine kurze Pause eingelegt, bevor wir zum #thatwanakatree weitergefahren sind. Bei schönem Licht hat Marin ein paar Fotos gemacht. Auf dem Parkplatz haben wir Lachs mit Spargelsahnesoße und Reis gekocht und gegessen, um dann rechtzeitig zum Sonnenuntergang nochmals ein paar Fotos vom #thatwanakatree zu machen. Zurück auf dem Campingplatz war dann Zeit zum Zähneputzen und schlafen gehen ;-)…